ÖV-Triathlon

Der Plan war eigentlich ganz simpel: Von Luzern über Zürich nach Chur zu fahren. Dies mit dem Zug und ab Zürich im ICE-Speisewagen gemütlich ein Bierchen zwitschern. Doch aus diesem simpeln Plan wurde ein ÖV-Triathlon…

Mit 3 Kollegen war ich gemütlich im Zug unterwegs. Bis ganz kurz vor Zürich sah es auch wunderbar aus, der Plan schien aufzugehen. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Zimmerbergtunnel stoppte der Zug ziemlich abrupt. Obwohl wir nun also im Tunnel standen, beunruhigte es uns vorerst nicht wirklich. Denn bereits vorher gab es 2 abrupte Bremsungen, nach welchen der Zug aber jeweils ziemlich rasch seine Fahrt wieder fortsetzte.

Diesmal dauerte es jedoch länger. Da wir im Tunnel steckten war auch die Aussicht eher düster und schon bald meldete sich der Zugbegleiter über die Lautsprecher. Die erste Meldung war schon mal nicht optimal. Offenbar blieb vor uns ein Zug stecken und blockierte die Strecke. Nach kurzer Zeit kam die Durchsage, dass es noch ein paar Minuten dauere. Die Zeit verran und irgendwann düste auf dem Nebengleis der ICE mit unseren Bierchen durch…
Na dieser Anschluss war als mal weg. Und kurz darauf rauschte auch noch der Regio Express nach Chur ebenfalls durch. Nun meldete sich wieder die Stimme aus dem Lautsprecher und verkündete, dass unser Zug gewendet werde und wir nach Thalwil fahren und der Zug dann dort enden werde. Na super! Dies nachdem der RE, welcher ja in Thalwil halten würde, bereits durchgerauscht war…

So ging es dann halt tatsächlich wieder zurück nach Thalwil, wo wir ja vor kurzem bereits mit diesem Zug mal waren. Dort angekommen mussten wir den Zug so schnell wie möglich verlassen, denn die schlaue App auf unserem smarten Telefon zeigte eine Verbindung mit einer S-Bahn an. Diese fuhr aber soeben auch in den Bahnhof ein und leider nicht auf denselben Bahnsteig, auf dem wir waren. Echte Bündner Steinböcke sind aber bekanntlich schnell und wir erwischten diesen Zug https://puttygen.in , welcher Richtung Ziegelbrücke fuhr. Wir trauten der Sache mit dem Hauptbahnhof nicht mehr und wollten einfach mal in Richtung Graubünden fahren.  In Ziegelbrücke war der Aufenthalt dann lange genug, damit es noch reichte, die durstigen Kehlen zu befeuchten.

So gabe es statt eines deutschen Bieres halt eines aus dem Glarnerland, noch dazu ein ganz spezielles:

 

 

 

 

 

 

 

Schmeckt gut, das Gebräu mit dem schaurigen Hund auf der Etikette!

Wer wissen will, was es mit dem Rufelihund auf sich hat, kann sich hier schlau machen: http://www.brauereiadler.ch/rufelihund/

Frisch gestärkt ging es nun von Ziegelbrücke mit dem nächsten Zug weiter bis Sargans. Dort war erneutes Umsteigen angesagt, diesmal ohne zusätzliche Kehlenbefeuchtung. Der nun erreichte Zug brachte uns dann zu unseren gewünschten Destinationen, also mich nach Chur.

Statt einmal umgestiegen sind wir also dreimal umgestiegen. Der ÖV-Triathlon bestand darin, mit dem SBB-Zug nach Ziegelbrücke zu düsen, von dort aus einen Zug der SOB zu benützen und dann noch mit Thurbo weiterzufahren. Dazwischen noch den Rufelihund kennengelernt und 1 Stunde und 20 Minuten später in Chur angekommen, als geplant. Dank der Begleitung durch die 3 Kollegen war es trotz dieser Verspätung eine ziemlich lustige Sache. Und den Rufelihund habe ich mir heute sicher nicht zum letzten Mal aus der Nähe angesehen.

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